Erste Hilfe:
Eine
kleine Hilfe für die ersten Probleme mit Richtlinien
Antwortversuch
auf die Frage: „Ich habe eine Richtlinie erstellt, aber sie wird nicht
angewendet. Warum?“
Grundsätzlich
hat man an dieser Stelle dass Problem, dass es von Umgebung zu Umgebung sehr
viele Ursachen haben kann, sodass hier nur ein paar Kontroll- und
Prüfmechanismen angesprochen werden können um das Problem oder Fehler zu
finden.
Der wohl
häufigste Grund, dass die Richtlinien nicht zu Anwendung kommen liegt an einem
falsch konfigurierten DNS, oder dass die Clients diesen nicht eingetragen
haben. Siehe Grundlagen.
Checkliste:
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Überprüfung
DNS Eintrag im Client und DNS Serverkonfiguration
=> Der DNS Server, der die SRV Records der Domäne hält MUSS! als erster DNS bei
den Clients und Server eingetragen sein
-
Fehler
im Event-Log?
=> wenn, dann sollten userenv + scecli im Eventlog auftauchen, wobei die Source
selber schon eine kleine Hilfe bietet.
userenv = Userenvironment
scecli = Security Client
Über diesen beiden Einträge lässt sich das Problem ein wenig eingrenzen, denn
anhand der Quelle kann man erkennen, ob das Problem eher Benutzer oder
Computerspezifisch ansiedeln muss.
-
Ist
der Benutzer/Computer in der richtigen OU auf der die Richtlinie angewendet
wird?
Der so genannte Verwaltungsbereich einer Richtlinie muss gegeben sein. Das zu
treffende Ziel muss auch von der Richtlinie erreicht werden können, also von
daher gilt es hier einen genauen Blick auf die Hierarchie und Struktur der
Richtlinie und deren Wirkungsbereich zu werfen.
-
Wird
versucht die Richtlinie auf eine Sicherheitsgruppe anzuwenden? Dieses Vorgehen
wird in dieser Form nicht unterstützt.
Aber trotzdem kann einen dieser Punkt Probleme bereiten, da über das Recht
"Richtlinien - Lesen" und "Richtlinie - übernehmen" innerhalb der Richtlinie auf
Benutzer/Computer und Sicherheitsgruppenebene "gefiltert" werden kann, wer diese
Richtlinie anwendet, auch wenn das Objekt ansonsten innerhalb des
Verwaltungsbereiches der Richtlinie steht.
-
Einen
"Klassiker" bei XP Clients stellt das geänderte Bootverhalten von XP gegenüber
zu W2K dar. Damit der Benutzer das Gefühl bekommt, daß System würde wesentlich
schneller starten, wird die Explorerschnittstelle schon gestartet, obwohl noch
nicht alle Dienste zur Verfügung stehen. Diese werden nachgeladen. Dummerweise
gilt das auch für die Netzwerktreiber :-(
Zum Anmeldezeitpunkt ist das Netzwerk noch nicht bereit. Was dann zur Ursache
hat, daß der Client mit "Cached Logon Credentials" arbeitet und effektiven
Richtlinien nicht gelesen hat, obwohl im Startbildschirm "Sicherheitsrichtlinien
werden übernommen ..." angezeigt wurde.
Abhilfe:
Computerkonfiguration \ Administrative Vorlagen \
System \ Anmeldung
"Beim Neustart des Computers und bei der Anmeldung immer auf das Netzwerk
warten"
Damit diese Richtlinie auch wirklich beim nächsten Mal aktiv ist, empfehle ich
eine erzwungene Übernahme der Richtlinie in der Kommandozeile:
gpupdate /target:computer /force
-
Hilfe
zur Fehlerdiagnose, Protokollierung aktivieren und in eine Datei schreiben.
"Aktivierung
der Debugprotokollierung für die Benutzerumgebung"
http://support.microsoft.com/kb/221833
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon
"UserEnvDebugLevel"= REG_DWORD
UserEnvDebugLevel kann folgende Werte aufweisen:
NONE 0x00000000
NORMAL 0x00000001
VERBOSE 0x00000002
LOGFILE 0x00010000
DEBUGGER 0x00020000
Der Standardwert ist NORMAL|LOGFILE (0x00010001).
Das Protokoll findet man dann unter: %SystemRoot%\Debug\UserMode\Userenv.log
Die Werte können auch kombiniert werden, weiteres dazu siehe KB Link.
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Passen
die Vererbungen der einzelnen Richtlinien? In welcher Reihenfolge werden sie
angewendet und welche Richtlinien werden überhaupt angewendet.
Wurde an der Default Vererbung der Richtlinie manipuliert? Wurde mit "Kein
Vorrang" oder "Vererbung deaktivieren" gearbeitet? Mehr dazu auf meiner Seite
unter "Wie? Was? Wo?"
Hilfe bietet
hier eine Programm aus dem Ressource Kit, das auch im freien Download erhältlich ist.
http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/reskit/tools/existing/gpresult-o.asp
Aufruf am betreffenden PC als der jeweilige User in der
Kommandozeile am Besten über „gpresult >
result.txt“ Ausgabe des Bildschirmtextes in eine Datei.
Nettes Goodie:
Beim Einsatz mit einer XP Workstation sind 2 weitere
Optionen für gpresult.exe zusätzlich verfügbar, die unter W2K nicht möglich
sind.
Bei den Parametern /U und /S können nicht nur die aktuell
lokalen Einstellungen abgefragt werden, sondern es kann auch ein Remote-System angegeben werden, bzw. ein anderer Benutzer.
Somit bekommt man auch die Möglichkeit eine „Was passiert, wenn sich Benutzer X
an Rechner Y anmeldet“ Situation schon vorab zu klären.
Aufruf: gpresult /u:benutzername /s:rechnername
Ab Windows XP stehen 2 weitere und meiner Meinung nach bessere Programme als
gpresult zur Verfügung:
An der Xp Workstation gibt es das SnapIn rsop.msc => ResultanceSet of Policies.
RSOP bietet eine grafische Oberfläche und wertet nicht nur die angewendeten
Richtlinien aus, wie gpresult, sondern auch die einzelnen Werte innerhalb des
Richtliniensatzes.
Für die
- Ein
großes Problem kann in einen MultiDomainController AD natürlich die Replikation
sein und dieses sollte in solchen Fällen sofort
behoben werden, da die
Probleme nicht nur die Richtlinien betreffen. Weitere
Hilfe bei Problemen mit Replikationsproblemem oder
mehreren Domänen bietet:
http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/reskit/tools/existing/gpotool-o.asp